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Fantasia - 1940

Erster Zeichentricklangfilm, der in mehreren Episoden klassische Musikstücke in Bilderbögen umsetzte:

Toccata und Fuge in D-Moll: eine abstrakte Farbencollage im Takt der Musik.

Nußknacker-Suite: Flora und Fauna-Ballett auf einer nächtlichen Wiese.

Der Zauberlehrling: Micky Maus probiert den Zauberstab seines Meisters aus und hat plötzlich tausende von Putzbesen am Hals, die sich immer mehr vervielfältigen...

Rite of Spring: eine Darstellung der Evolutionsgeschichte unserer Welt.

Tanz der Stunden: Strauße, Nilpferde und Krokodile im Ballettanz.

Pastorale: Zentauren und Faunenspiel auf dem Olymp.

Nacht auf dem Kahlen Berge/Ave Maria: ein Dämon wird zur Walpurgisnacht von seinen Jüngern auf einem Berg erweckt und verschlingt sie, bis im Licht des Morgens eine Waldprozession das Böse verdrängt.

Die Stücke:

• Toccata und Fuge in d-moll, BWV 565 Die Toccata ist ein Werk für die Orgel, das Johann Sebastian Bach zugeschrieben wird und von Stokowski für das Orchester bearbeitet wurde. Man sieht zunächst die Silhouetten der Musiker des Philadelphia Orchestra, die bunt beleuchtet überwiegend als Schattenbilder vor einer Wand musizieren. Mit zunehmendem Verlauf des Stücks weichen diese Bilder abstrakten Figuren, inspiriert durch die Kunstwerke des deutschen Filmzeichners Oskar Fischinger, der eine Zeit lang persönlich an diesem Abschnitt arbeitete. Dies ist der erste Film von Disney, bei dem abstrakte Zeichnungen verwendet wurden.

• Pjotr Iljitsch Tschaikowski: Stücke aus der Nussknacker-Suite, Op. 71a. Die Suite aus dem gleichnamigen Ballett wurde nicht komplett verwendet; es fehlen die Ouvertüre und der Marsch der Zinnsoldaten. Die Reihenfolge der verbleibenden Stücke entspricht nicht der ursprünglichen Anordnung. Bei einigen Stücken wurden Kürzungen vorgenommen. Im Film wird der Wechsel der Jahreszeiten vom Sommer bis zum Winter dargestellt:

Tiere, Pflanzen, Pilze und Feen tanzen zur Musik. • Paul Dukas: Der Zauberlehrling. Eine sinfonische Dichtung nach dem gleichnamigen Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe über einen jungen Mann, der Magie missbraucht und sie nicht mehr unter Kontrolle bekommt. Dieses Stück wurde nur wenig gekürzt. Im Film übernimmt Disneys Micky Maus die Titelrolle, welche mit der charakteristischen roten Robe, dem blauen Zaubererhut und dem Zauberstab sich zu einem Markenzeichen für Micky Maus entwickeln sollte. Mickys ausgestreckte Hand mit einem funkensprühenden Zauberstab wurde später in eine Statuette für die Disney Legends-Auszeichnungen umgesetzt. Im Anschluss an dieses Segment gratuliert Micky Stokowski im Schattenbild zur gelungenen Vorstellung.

• Igor Strawinski: Le Sacre du Printemps. Die Ballettmusik wurde um mehr als zehn Minuten gekürzt und umgestellt. Der Film zeigt Bilder aus der Frühgeschichte der Erde; von der Entstehung der Erdteile über die ersten Einzeller bis zum Untergang der Dinosaurier. Dabei wurden die prähistorischen Tiere relativ realistisch dargestellt. Allerdings hat der Tyrannosaurus im Film drei Finger, obwohl damals schon bekannt war, dass zwei Finger korrekt gewesen wären. Walt Disney entschied sich jedoch für die falsche Darstellungsweise, weil er meinte, es sähe besser aus.

• Nach der Pause stellt der Sprecher in einem kurzen Zwischenspiel „den eigentlichen Star“ des Films vor: den Ton, dargestellt durch eine vibrierende Linie. Der Ton ist offensichtlich nicht an das Rampenlicht gewöhnt, aber als einige Instrumente Klangbeispiele geben, bemüht er sich, diese bildhaft darzustellen.

• Ludwig van Beethoven: 6. Sinfonie in F-Dur, Op. 68 „Pastorale“. Von diesem Werk wurde mehr als die Hälfte gestrichen (meistens wurde auf die Wiederholung einzelner Passagen verzichtet, so dass die wesentlichen Themen alle zu hören sind). Der Film spielt in der mythologischen Welt des antiken Griechenland und schildert, wie mit dem Sonnenaufgang die Vorbereitungen zu einem Fest zu Ehren des Bacchus, dem Gott des Weins, beginnen, das kurz vor Sonnenuntergang von Zeusunterbrochen wird. Die Hauptakteure sind Zentaurinnen und Zentauren, eine Pegasusfamilie, Faune und die Götter des Olymp. Dieser Teil ist im typischen verniedlichenden Disney-Stil gestaltet und verwendet die mythologischen Figuren sehr frei (da in den klassischen Sagen weder weibliche Zentauren noch andere geflügelte Pferde außer Pegasus vorkommen). Dieser Teil stieß bereits bei der Uraufführung wegen der nackten Brüste der Zentaurinnen auf Kritik. Bei der Neuaufführung des Films in den sechziger Jahren wurde außerdem moniert, dass eine Zentaurin mit dem Oberkörper einer afrikanischen Frau und dem Unterkörper eines Esels ihren Artgenossinnen dient und als Sklavin hinterherschuftet. Zwei weitere afrikanische Zentaurinnen haben die Unterköper von Zebras. Disney reagierte auf die Rassismusvorwürfe und ließ die Esels-Zentaurin ab 1969 aus sämtlichen Kopien der Filme streichen. Die Zebra-Zentaurinnen blieben jedoch erhalten.

• Amilcare Ponchielli: Der Tanz der Stunden – ein allegorisches Ballett aus der Oper La Gioconda blieb als einziges Musikstück unverändert. Strauße, Nilpferde, Elefanten und Alligatoren persiflieren die typischen Manierismen des klassischen Balletts und tanzen eine dramatische Geschichte über eine geraubte Prinzessin und wilde Piraten, wobei verschiedene Tiere verschiedene Tageszeiten repräsentieren.

• Modest Mussorgski: Eine Nacht auf dem kahlen Berge. Eine sinfonische Dichtung, die der Komponist auch in seiner Oper Der Jahrmarkt von Sorotschinzy einsetzte. Das Stück wurde nur wenig gekürzt. Der Film folgt der durch die Musik vorgegebenen Handlung: ein dämonisches Wesen beschwört die Seelen der Toten aus ihren Gräbern, um auf dem kahlen Berge einen Hexensabbat zu feiern. Als eine Kirchenglocke den Morgen ankündigt, verschwindet der Spuk. Dieses Musikstück geht übergangslos in das nächste über:

• Franz Schubert: Ave Maria. Im Original ein Kunstlied für Sopran und Klavier; hier wird die Sopranistin Julietta Novis von Chor und Orchester begleitet. Verhüllte Gestalten mit Kerzen in den Händen schreiten durch den Wald, während die Sonne aufgeht. Diese Sequenz stellte die Zeichner vor ungeahnte Schwierigkeiten, da sich die Figuren sehr langsam und fließend bewegen und jede Unregelmäßigkeit sofort auffiel. Die Szene musste dreimal komplett aufgenommen werden, bis der gewünschte Effekt erreicht wurde. Erst wenige Stunden vor der Uraufführung wurden die Szenen fertiggestellt.

Auszeichnungen:

• Special Award für Walt Disney bei den New York Film Critics Circle Awards 1940

• Ehrenoscars für einen herausragenden Beitrag zur Nutzung des Tones im Film für Walt Disney, William E. Garity und J.N.A. Hawkins bei der Oscarverleihung 1942

• Ehrenoscars für die einzigartige Visualisierung von Musik, die der Betrachtungsweise des Films als Unterhaltung und als Kunstform diente für Leopold Stokowski und seine Mitarbeiter bei der Oscarverleihung 1942

• Video Premiere Award für das beste DVD-Zusatzmaterial für Jeff Kurtti und Michael Pellerin bei den DVD Exclusive Awards 2001

• Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden verlieh der Produktion das Prädikat wertvoll.

Songlist:

1. Toccata And Fugue In D Minor, BWV 565
2. The Nutcracker Suite, Op. 71a, Dance Of The Sugar Plum Fairy
3. The Nutcracker Suite, Op. 71a, Chinese Dance
4. The Nutcracker Suite, Op. 71a, Dance Of The Reed Flutes
5. The Nutcracker Suite, Op. 71a, Arabian Dance
6. The Nutcracker Suite, Op. 71a, Russian Dance
7. The Nutcracker Suite, Op. 71a, Waltz Of The Flowers
8. The Sorcerer's Apprentice
9. Rite Of Spring
10. Symphony No. 6 ("Pastoral"), Op. 68, I Allegro Ma Non Troppo
11. Symphony No. 6 ("Pastoral"), Op. 68, II Andante Molto Mosso
12. Symphony No. 6 ("Pastoral"), Op. 68, III Allegro/IV Allegro/V Allegretto
13. Dance Of The Hours From The Opera "La Gioconda"
14. Ave Maria, Op. 52 No. 6

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